Dienstag, 29. April 2008

Bericht von Radtotal im Donautal

Radtotal findet immer recht frühzeitig im Jahr statt. Das kann auch manchmal zum Problem werden. Im letzten Jahr regnete es, so dass an Skaten nicht zu denken war. Anders in diesem Jahr. Der Wetterbericht sagte für den Sonntag fast schon sommerliche Temperaturen voraus und Regen war auch nicht in Sicht. Gute Aussichten allso für einen Tag auf Skates.
Ich wohne in nördlichen Bayerischen Wald. Die Fahr nach Passau an den schneebedeckten Bergen in das fast sommerliche Passau war schon eindrucksvoll.
Wie immer parkte ich in der Innstadt, also der Stadtteil rechts des Inns. Da gibt es einige Einkaufsmärkte, deren Parkplätze am Sonntag gut genutzt werden können.
Fast Punkt 10.00 Uhr stand ich auf meinen Skates. Vor mir lag eine Runde von ca. 70 km auf gesperrten Straßen.
Das erste Stück bis zum Grenzübergang war zunächst für Skater recht schwierig zu fahren. Die Straßen sind erst ab dem Grenzübergang gesperrt. So musste ich mich über schmale, wellige Bürgersteige quälen.
Dann konnte ich richtig loslegen. Das Wetter war ideal und es waren auch noch nicht zu viele Radfahrer unterwegs. Ich kam sehr gut voran.
Unterwegs begegneten mir neben unzähligen Radfahrern auch einige Nordic Skater. Auch zwei Speedskater sah ich. Die beiden habe ich dann nocheinmal kurz vor meinem Ziel in Passau gesehen. Scheinbar hatten sie etwas ähnliches wie ich vor, nur in der anderen Richtung.
In Egelhartzell war leider eine kleine Schikane für Skater eingebaut. Die Straße an der Donau entlang war gesperrt und alle Radler und Skater wurden über den Markplatz geleitet. Das ist auch verständlich, da dort, wie in vielen anderen Orten auch, ein Volksfest stattfand. Das Problem für Skater war nur, dass der Markplatz gepflastert war. Plasterstücken überfahrt man mit Skates eigentlich möglichst schnell. Nur bei den Menschenmassen war das nicht machbar. So hangelte ich mich an einem Gartenzaun entlang bis ich wieder Asphalt unter den Rollen hatte.
Kurz vor dem Wendepunkt in Niederranna ging es noch einmal richtig zur Sache. Ein langgesteckter Anstieg war zu überwinden. Die folgende Abfahrt entschädigte aber wieder für die Anstrengung.
Nach der Überquerung der Brücke gönnte ich mir erst einmal eine ausführliche Pause auf der Terrasse des Gasthaus Draxler.
Dann ging es auf den Rückweg. Nach dem rauen Asphalt auf der ersten Hälfte konnte ich nun auf teilweise sehr guten Belag gleiten. Bald ging es aber von der Straße hinunter auf den Donauradweg. Normalerweise ist der Radweg breit genug, nur wenn so viele Radler wie am Sonntag unterwegs sind, dann ist für einen Skater sehr konzentriertes Fahren angesagt. Oft musste überholt, ausgewichen oder gebremst werden.
Ein schwieriges Stück am Grenzübergang war noch zu überwinden. Der Zwischenraum von Sprurplatten aus Beton ist hier mit schlechten Asphalt ausgefüllt. Für Radfahrer ist das kein Hinterniss aber für einen Skater ist das nicht ganz einfach. Dann ging es noch über einen sehr schmalen Weg am Kraftwerk Jochenstein entlang.
Nach einer Pause am Haus am Strom begann der letzte Abschnitt der Tour. Der Straßenbelag ist hier größtenteils sehr gut. Jedoch wurden meine Beine immer schwerer. Immer öfter waren kleine Erholungspausen notwendig. Der ein oder andere Riegel musst für Engergienachschub sorgen bis ich dann um 15.20 Uhr glücklich die Stadtgrenze vom Passau erreicht hatte.
Die engen Straßen in der Passauer Altstadt sind ale gepflastert. An Saktes ist da nicht zu denken. Deswegen hatte ich ein Paar Schuhe in den Rucksack gepackt und ging zu Fuß zum Auto zurück.
Zusammenfassen kann ich sagen, dass ich einen sehr schönen Tag auf Skates erlebt haben. Hoffentlich spielt nächstes Jahr das Wetter wieder so gut mit wie in diesem Jahr. Dann werde ich sicher wieder mitfahren.

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