Montag, 22. Oktober 2007

Speedskates für Kinder

Nachdem sich die alte Skates unserer großen Tochter (7 Jahre) so langsam auflösen, haben wir beschlossen, dass sie neue bekommen soll. Es war gar nicht so einfach, etwas Vernünftiges zu finden. Kinderskates werden meist nur mit einem Ziel entwickelt: Sie sollen billig sein. Gespart wird an allem. Die meisten Skates haben nur einfache Kunststoffschienen. Es gibt auch Skates mit "Aluschienen" bei denen nur die Seitenteile aus Alu sind und die in der Mitte an Kunststoff angenietet sind. Damit geht der Vorteil von Alu, die höhere Steifigkeit, vollständig verloren. Nur die Optik bleibt.

Von der Passform und den schlechten Schnürsystemen will ich gar nicht erst reden.

Letzlich sind wir zum Kinder-Speed-Skate R2 von Powerslide gekommen. Mir ist aufgefallen, dass viele Kinder diesen Skate bei Rennen tragen.

Der Skate ist nicht ganz billig. Er kostet soviel wie 4 bis 5 Paar Aldi-Skates. Das oberste Konstruktionsziel bei diesem Skate ist aber Qualität. Das sieht man an allen Details.

Der Schuh besteht aus einer Carbonschale, die zwar nur dünn gepolstert ist aber laut Aussage von unserer Tochter wesentlich bequemer als die alten Skates ist. Für Problemfälle kann die Schale erwärmt werden und dem Fuß angepasst werden.

Die Alu-Schiene kann genau unter dem Schuh ausgerichtet werden und bei Bedarf auch ausgetauscht werden. Die Schiene gestattet die Verwendung von Rollen bis 84 mm. Das sind Standardgrößen und man bekommt alle nur erdenklichen Arten von Rollen dafür, z.B. Regenrollen. Zunächst haben wir 76-mm-Rollen montiert. Das erleichert die Gewöhnung etwas. Je größer die Rollen desto schwerer fahren sich die Skates.

Geschnürt wird der Schuh mit gewachsten Schnürsenkeln. Das macht zwar Arbeit beim An- und Ausziehen aber dafür sitzt der Schuh perfekt. Die Schnürsenkel werden durch eine Lasche mit Ratschenverschluss abgedeckt.

Einzigartig bei diesem Speedskate ist, dass er in der Länge zwischen Größe 33 und 36 verstellbar ist. Solche Verstellsysteme sind bei normalen Kinderskates inzwischen Standard. Bei Kiner-Speed-Skates ist das beim R2 einzigartig.

Ein großer Vorteil und auch gleichzeitig der Nachteil von Speedskates ist der im Vergleich zum normalen Skate niedrige Schuh.

Vorteil: Der Fuß ist wesentlich beweglicher. Das gestattet ein effektiveren Bewegungsablauf beim Abstoßen und eine bessere Kurventechnik. In der Kurve kann man mehr auf die "Kante" gehen.

Nachteil: Dadurch, dass der Fuß nicht so stark gestützt wird ist es sehr viel schwerer, solch einen Skate sicher zu beherrschen. Wenn man einen Anfänger solch einen Skate anziehen würde, dann würde er sehr schnell am Boden liegen.

Auf diesem Bild sieht man einen weiteren Nachteil von Speed-Skates. Das Hebelverhältnis beim Bremsen ist ungünstiger als bei normalen Skates. Der Pilot sollte das Bremsen also sicher beherrschen.

Dieser Skate ist kein Anfänger-Skate. Er ist ein qualitativ hochwertiges Sportgerät für Fortgeschrittene und verlangt einen erfahrenen Piloten. Diesem ermöglicht er aber eine höhere Geschwindigkeit und ein sicheres Fahren bei größerem Tempo.

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